30. April 2014

Sechs neue Stationen erweitern das begehbare Lexikon des Stadtteilkulturprojektes „Bilderflut“ in der Nordstadt

Herr Oberbürgermeister Sierau: „Das beim Projektstart von den Projektmachern gesteckte Ziel, in der Nordstadt eine Verbesserung der stadträumlichen Qualitäten zu bewirken und der Nordstadt ein Alleinstellungsmerkmal zu verleihen, wurde zweifellos erreicht. Ich lade weitere Wohnungs-unter¬nehmen und Eigentümer ausdrücklich ein, mit „Bilderflut“ bei der Verschönerung der Nordstadt aktiv mitzuwirken“.

Hippie _ Mallinckrodtstr. 236 / Verleger _ Schützenstr. 82

Das Lied von der Glocke _ Schillerstr. 31

Blumensprache _ Blumenstr. 20/22

Das Musterbuch _ Gronaustr. 62

Vielfalt - (K)eine wie alle _ Unnaer Str. 44

„Als die SchützenGLOCKE läutet, schlägt der VERLEGER Mallinckrodt das Unnaer MUSTERBUCH der schillernden VIELFALT auf und sieht einen HIPPIE in Gronau abgebildet, der sich mit Blumenkindern in BLUMENSPRACHE unterhält.“ 

– Dieser Satz vereint die TITEL der sechs neuen Bilderflutstationen und die Straßen, an denen sie liegen. –

 

Das Stadtteilkulturprojekt „Bilderflut“ hat im vergangenen Jahr in seiner dritten Projektphase erfolgreich weitere Stationen geschaffen: Die einzelnen künstlerischen Fassaden-gestaltungen stehen jede für sich und greifen Aspekte aus der Umgebung oder Ideen der Bewohner auf. Bei der neuen Phase hat die leitende Architektin des Projektes Tülin Kabis-Staubach (Büro BASTA und Planerladen e.V.) erstmals gewagt, mit ihrem Bilderflut-Team auch gründerzeitliche Fassaden künstlerisch zu gestalten. Durch die gebotene Zurückhaltung bei den künstlerischen Gestaltungs-elementen und die notwendige Betonung historisch wertvoller Architektur der Gebäude ist dem Künstler-Team dieses Wagnis sehr gut gelungen.

“Bilderflut” ist ein vom Planerladen e.V. initiiertes städtebaulich-künstlerisches Gestaltungsprojekt und in dieser Form als Marke geschützt. Im Rahmen des Projektes wurden nicht nur Fassaden künstlerisch gestaltet, sondern ‚um die Ecke gedacht’ und spielerisch Wissen vermittelt und vorrangig Kinder und Jugendliche eingebunden. So ist in der Dortmunder Nordstadt seit 1999 ein begeh- und erfahrbares, überdimensionales „Bilderlexikon” entstanden, das zugleich einer Ausstellung im öffentlichen Raum gleicht. An den mittlerweile dreißig Bilder-Stationen entlang führt ein kultureller Wanderpfad quer durch die Nordstadt und weckt durch die unkonventionelle Gestaltung von Fassadenflächen und Giebelwänden Neugier und Interesse, sich mit den künstlerisch verarbeiteten Themen zu beschäftigen.

In der letzten einjährigen Umsetzungsphase, gefördert im Rahmen des Programms "Wir setzen Zeichen!" des Ministeriums für Bauen und Verkehr NRW (heute: Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW) und der Stadt Dortmund, sind sechs neue Wandbilder an sieben Gebäude entstanden, die insgesamt 1.410 qm umfassen und 130.700 ¤ Fördermittel abgerufen haben. Nach dem Start seit 1999 in der Immermannstr. 2 sind dreißig dauerhafte Bilderflut-Stationen mit 10.000 qm künstlerisch gestalteter Fassadenfläche realisiert worden, die sowohl private als auch öffentliche Gebäude verschönern. Darüber hinaus gab es bisher 11 temporäre Projekte. Zunächst war das Projekt in das Programm der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II Dortmund-Nordstadt eingebunden.

Informationen über die aktuellen Fördermöglichkeiten können bei der Abteilung Stadterneuerung (Herr Weisse, Tel: 0231-5025499) geholt werden. Kontakt für interessierte Eigentümer an Bilderflut: BASTA–Büro für Architektur und Stadtentwicklung, Tülin Kabis-Staubach, Tel: 0231-7281971, Mail: basta.do @ cityweb.de

 

In dem nachstehenden Download finden Sie eine Beschreibung der neuen Stationen: