22. Oktober 2012

Gladbeck-Brauck: Zauberwelt Wasser –- entdecke, was Wasser alles kann

Kinder sind von Natur aus neugierig und folgen ihrem Entdeckerdrang – besonders interessant sind die Dinge, die sie in der unmittelbaren Umgebung vorfinden. Mit dem Lernmaterial „Zauberwelt Wasser“ wird den jüngeren BewohnerInnen des Neuen Emschertals die Chance eröffnet zu erleben, was Wasser alles kann, wer alles im und am Wasser wohnt und wie sich das kühle Nass seinen Weg durch Stadt und Natur bahnt.

So funktioniert eine Kläranlage

Mit vollem Einsatz dabei und stolze Ausbeute: ...

...Wasserschlange oder Regenwurm?

Einen Kescher für die AWO-Kita Marienstraße

Im Rahmen eines Bundesmodellprojek- tes der Sozialen Stadt Gladbeck-Brauck werden in enger Zusammen- arbeit von Emscher- genossenschaft, den Stadtteilbüros Gladbeck-Brauck und Recklinghausen Süd/Grullbad sowie PädagogInnen Lernmaterialien rund um das Thema Wasser mit Bezug zur Emscherregion für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren erarbeitet. Die konzipierten Arbeitsblätter liefern LehrerInnen, ErzieherInnen und MultiplikatorInnen das nötige Rüstzeug für den Unterricht oder die nächste Wasser-Expedition in die Natur, bei der alle Sinne gefragt sind: »Finde am Ufer eine Pflanze, die besonders gut riecht!« oder »Fühlt sich weiches Wasser anders an als hartes?« – das sind die Aufgaben, die es zu erforschen gilt.

"„Neben ersten naturwissenschaft- lichen Kenntnissen erfahren die Kinder mit der ‚Zauberwelt Wasser’ spielerisch Interessantes über ihr Umfeld und lernen, warum nachhaltiges Handeln für die Fließgewässer vor ihrer Haustür so wichtig ist“", beleuchtet Sebastian Ortmann von der Emschergenossenschaft die verschiedenen Seiten des Projektes.

Know-how von Braucker Bildungseinrichtungen gefragt
Bei der Erarbeitung haben sich aus Brauck die katholische Kindertageseinrichtung/ Familienzentrum St. Marien, die AWO Kindertageseinrichtung/Familienzentrum Marienstraße sowie der Offene Ganztag der Schule am Rosenhügel und der Antoniusschule tatkräftig eingebracht. In dem mehrstufigen Entwicklungsprozess wurde mit der Freischaltung des Online-Auftritts www.zauberweltwasser.de im Sommer ein großer Meilenstein erreicht: Die Website als Dreh- und Angelpunkt mit vielen Informationen rund um das Konzept, die Inhalte, die Mitmachmöglichkeiten, die weitere Entwicklung, dem Basislernmaterial u.v.m. ist für alle neugierigen PädagogInnen aus den Programmgebieten der Sozialen Stadt zugänglich! Damit wurde die zweite Phase eröffnet, in der sich das Projekt in die Region öffnet. Arbeitsblätter und Pädagogenhinweise mit Vorschlägen für die praktische Arbeit unterteilt in sechs Rubriken mit verschiedenen Themen stehen als Download zur Verfügung. Mit der Umsetzung vor Ort werden auf der Website www.zauberweltwasser.de nach und nach gute Beispiele und Erfahrungen dokumentiert, die das Lernmaterial praxisorientiert ergänzen.

Alle Bildungseinrichtungen sind dazu aufgerufen, ihre Möglichkeiten zur aktiven Mitgestaltung der Materialien zu nutzen. Angesprochen sind vor allem PädagogInnen in Kindertageseinrichtungen, Schulen und im Offenen Ganztag, aber auch außerschulische Bildungseinrichtungen wie Freizeittreffs sind selbstverständlich herzlich willkommen, die Angebote zu testen und Anregungen zu geben, wie die Zauberwelt Wasser verbessert werden kann. Einrichtungen, die neue Experimente einreichen, haben die Chance auf den Gewinn einer Wasserbox der Emschergenossenschaft.

Erste Experimentiererfahrungen wurden bereits gesammelt
„"Der besondere Wert dieses Lernmaterials liegt darin begründet, dass das Experimentieren im Vordergrund steht und der Theorie somit Leben eingehaucht wird"“, lobt Magdalena Michna von der Kita St. Marien den Ansatz. „Es ist enorm wichtig, die Kinder an die Natur heranzuführen, ihnen etwas zum Anfassen zu geben und sie zum Fragen zu animieren. Durch das spielerische naturwissenschaftliche Experimentieren werden die Kinder für und in der Natur aktiv.“ Die beteiligten Braucker Einrichtungen nutzen den benachbarten Hahnenbach für verschiedenste Versuche, sei es direkt mit dem Element Wasser oder das Untersuchen der heimischen Pflanzen- und Tierwelt rund um das Fließgewässer. Der Offene Ganztag der Antoniusschule hat beispielsweise in seinem Sommerferienprogramm das Lernmaterial bereits auf seine Alltagstauglichkeit direkt im Blauen Klassenzimmer am Hahnenbach geprüft. „"Besonders reizvoll ist neben der Praxisorientierung auch der stadtteilspezifische Bezug der Lernmaterialien. Die Erarbeitung erfolgte frei nach dem Motto Aus der Region, für die Region. Und aus der Praxis, für die Praxis.’"“, beschreibt Regina Hermanns, Braucker Stadtteilmanagerin für bauliche Projekte, die Besonderheit des Projektes.


Dateien:
2012-10-24_WAZ_Kinder_erfahren_Zauberwelt_Wasser.jpg848 K