19. Januar 2012

Soziale Stadt Bonn Neu-Tannenbusch: Das Quartiersmanagement startet in Neu-Tannenbusch durch

Die Soziale Stadt in Neu-Tannenbusch schreitet voran! Die Bundesstadt Bonn hat nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens den Auftrag für das Quartiersmanagement an das Büro BASTA – Büro für Architektur und Stadtentwicklung aus Dortmund erteilt. Das Quartiersmanagement, das ab sofort die Arbeit aufnimmt, hat nicht nur eine wesentliche projektentwickelnde und -koordinierende Schlüsselfunktion an der Nahtstelle zwischen Verwaltung und Stadtteil. Es soll vor allem den Bewohnerinnen und Bewohnern in den kommenden drei Jahren eine Plattform für ihre Ideen schaffen. Mit dem Quartiersbüro vor Ort wird eine Anlaufstelle für Wünsche, Kritik und Anregungen sowie für Informationsaustausch, Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit geboten.

Quelle: Kölnische Rundschau online

Das Team des Quartiers-managements setzt sich zusammen aus der Architektin Tülin Kabis-Staubach (Projektleitung), dem Geographen Martin Eder und dem Sozialwissenschaftler Ali Sirin. Das Büro BASTA plant zudem Honorarkräfte aus dem Stadtteil zu engagieren, die die Quartiersmanager bei den Kontakten zu den Bewohnerinnen und Bewohnern mit arabischer, russischer oder somalischer Herkunft unterstützen und als „Türöffner“ agieren können. Die Quartiersmanager werden u.a. Maßnahmen für die Imageverbesserung entwickeln, die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils in ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützen und zur Stärkung des Zusammenlebens und der Nachbarschaft beitragen, wobei die Vielfalt Neu-Tannenbuschs als eine besondere Chance genutzt werden soll. Außerdem sollen Jung und Alt in ihrer Identifikation mit ihrem Stadtteil noch weiter gefestigt werden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils sind daher in den kommenden Monaten und Jahren herzlich eingeladen, sich mit ihren Ideen einzubringen. Im Rahmen des in der Sozialen Stadt bewährten Instruments „Verfügungsfonds“ werden der Bewohnerschaft möglichst unbürokratisch Gelder an die Hand gegeben, um die Projektideen und Aktivitäten aus dem Stadtteil umzusetzen. Über die eingereichten Anträge soll eine Jury, die sich hauptsächlich aus der Bewohnerschaft zusammensetzt, entscheiden.
Neben den Stadtteilkonferenzen sollen auch regelmäßig stattfindende Nachbarschaftsforen den Bewohnerinnen und Bewohnern Gelegenheit bieten, bestimmte Themen, die den Stadtteil bewegen, anzusprechen und Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten.
Das Quartiersbüro in Neu-Tannenbusch ist ab sofort dienstags und donnerstags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.